{"id":398,"date":"2013-03-03T17:26:35","date_gmt":"2013-03-03T15:26:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kraeutersturm.ch\/wordpress\/ich-mach-mir-mal-luft\/"},"modified":"2016-09-21T09:51:05","modified_gmt":"2016-09-21T07:51:05","slug":"ich-mach-mir-mal-luft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kraeutersturm.ch\/wordpress\/ich-mach-mir-mal-luft\/","title":{"rendered":"Junk Food, Littering und die Jugend von &#8211; gestern!"},"content":{"rendered":"<h2><strong><span style=\"font-size: 12pt;\">&#8222;Pl\u00e4doyer f\u00fcr gemeinsames Essen und Geniessen&#8220;<\/span><\/strong><\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.anonymekoeche.net\/?p=3968\" target=\"_blank\">Claudio hat einen Blog-Eintrag verfasst<\/a>, der bei mir geradezu eine Explosion von Gedanken ausgel\u00f6st hat. Seinen Kommentar-Briefkasten wollte ich nicht sprengen, aber Luft muss ich mir wirklich mal machen. Zumal\u00a0einmal mehr\u00a0der Ausdruck &#8222;Jugend von heute&#8220; im Raum stand.<\/p>\n<h5>Ja, ja, die Jugend von heute (waren wir auch mal!)&#8230;<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr uns fand anno 1975 in Bern eine kleine Revolution statt, als wir, gen\u00fcsslich an einer Brat-wurst kauend,\u00a0w\u00e4hrend des Abendverkaufs durch die Stadt schlenderten. Fast f\u00fchlten wir uns etwas verrucht.\u00a0Und 1979 fuhren wir mit dem VW-Bus zu f\u00fcnft von Solothurn nach Genf, \u00fcbernachteten auf einem Parkplatz und mampften tats\u00e4chlich beim ersten grossen, gelben M\u00a0der Schweiz gen\u00fcsslich (tja!) einen Big-sowieso und schl\u00fcrften dazu eisgek\u00fchltes Cola aus dem Pappbecher. Dem zuhause gebliebenen Kollegen wurde dann ein Pamp-Exemplar mitgebracht, zum Aufw\u00e4rmen im Backofen (Mikrowelle gab&#8217;s noch nicht f\u00fcr jeden)&#8230;<br \/>\nJugends\u00fcnden, die mich manchmal arg erschauern lassen&#8230;<br \/>\nStellt sich die Frage, ob unsere Generation damals irgendwie &#8222;falsch abgebogen&#8220; ist?<\/p>\n<h5>&#8230; die Jugend von damals (\u00f6hm, wir?)<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211; tr\u00e4gt einerseits dazu bei, dass die Jugend von heute solche &#8222;Verpflegungsm\u00f6glichkeiten&#8220; \u00fcberhaupt zur Verf\u00fcgung hat und verdient ganz sch\u00f6n dabei. Alternative M\u00f6glichkeiten werden als schr\u00e4g angesehen.<br \/>\n&#8211; is(s)t andererseits ja auch ein tolles Vorbild, nicht?<br \/>\nFr\u00fchst\u00fcck im Auto oder der S-Bahn in Form eines Energieriegels und eines Coffee-to-go. Schliesslich ben\u00f6tigen Make-Up und die Wahl des richtigen Outfits einiges an Zeit. Und w\u00e4hrend des Genusses wird noch rasch die Mailbox auf dem Smartphone gecheckt.\u00a0Bloss 35 Minuten Mittagspause&#8230;\u00a0Abends will, muss, darf ich ja ins Fitnesscenter, die Fortbildung\u00a0oder l\u00e4nger im B\u00fcro bleiben. Dann\u00a0geniessen wir halt einen Business-Lunch mit \u00f6ligen Pizzas vom Kurier und arbeiten dazu.<\/p>\n<h5><span style=\"color: #000000;\"><strong>Gr\u00f6sser! Schneller! Billiger! &#8211; Besser?<\/strong><\/span><\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ja, wir, die Jugendlichen von damals und vorgestern, wir sind stolz auf unsere multitasking-f\u00e4hige Super-Schnell-Gesellschaft! Wer da nicht mith\u00e4lt, ist entweder altmodisch, langsam, einfach nur bl\u00f6d oder vielleicht zu alt. OK, da g\u00e4be es ja dann auch noch die alternaiven Aussteiger, aber die sind ja eben&#8230; sowieso&#8230; und \u00fcberhaupt.<br \/>\nTelefonisch st\u00e4ndig erreichbar &#8211; Mist, in der Schule sollte ich nicht, dann mach ich&#8217;s halt in der Kurz-Mittagspause &#8211; w\u00e4hrend der Nahrungsaufnahme; sch\u00f6ne neue Multimedia-Welt.<br \/>\nUnd am Abend, beim Ausgehen mit Freunden, sind wir Jugendlichen von damals ja super. Als Erstes legen wir unser Handy (nicht zum Essen fotografieren) auf den Tisch. Wir k\u00f6nnten ja eine SMS oder einen Anruf verpassen. Der Tischpartner gegen\u00fcber kann ja zuh\u00f6ren, wie ich mein wahnsinnig wichtiges Gespr\u00e4ch zu Ende f\u00fchre. \u00dcbrigens:<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #ff0000;\"><strong><em>Die Wichtigkeit einer Person verh\u00e4lt sich umgekehrt proportional zu ihrer Erreichbarkeit!<\/em><\/strong><\/span><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<strong>&#8222;<\/strong>Dubiose Sachen reinschaufeln<strong>&#8222;<\/strong> ist genau der richtige Ausdruck.\u00a0Bloss, sind es nicht die Jugendlichen von heute, die von den Jugendlichen von damals lernen, dass Essen nichts kosten darf, auch keine Zeit?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wieviele Jugendliche von damals kochen oder ern\u00e4hren sich wenigstens saisongerecht (w\u00e4re \u00fcbrigens auch g\u00fcnstiger) oder &#8211; um mal wohl oder \u00fcbel einen Grossverteiler zu zitieren &#8211; aus der Region und umweltbewusst?\u00a0Wieviele Jugendliche von damals kochen \u00fcberhaupt noch regelm\u00e4ssig f\u00fcr sich und\/oder die Familie?<br \/>\nKeine Zeit? Oh &#8211; dann nehmen wir halt schnell, schnell eine Fertig-Lasagne f\u00fcr die Kleinen und mich, P\u00fcree aus dem Glas f\u00fcr das Baby und der\/die Partner\/in kann sich ja was aufw\u00e4rmen, denn gleich kommt diese wahnsinnig aufregende Sendung bei RTL.<br \/>\nWir essen halt nicht alle zur selben Zeit&#8230;<br \/>\n\u00dcbrigens, die Unterrichtszeiten sind ja h\u00e4ufig (wenigstens in der Schweiz) so angelegt, dass alle Familienmitglieder mittags zeitlich gestaffelt an den Mittagstisch kommen (und gehen) d\u00fcrfen.<br \/>\nAch ja, in einigen Schulen wurde der Hauswirtschafts- und Kochunterricht gestrichen &#8211; ist ja etwa gleich sinnvoll wie Musik- und Werk-Unterricht, also weg damit! Das haben nicht die Jugendlichen von heute entschieden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Welche Jugendlichen von damals wollen nicht immer andauernd alles zur Verf\u00fcgung haben, sprich die 24-Std-12-Monate-Gratis-rund-um-die-Welt-Gesellschaft?<br \/>\nRiesensteaks aus Deutschland, \u00c4pfel aus Argentinen (daf\u00fcr halt im Juli, toll, gell!), Paprika und\u00a0Tomaten im Februar aus Spanien, Erbsen aus Marokko im Januar. Und dann alles auch noch ganz sch\u00f6n billig! Dumm nur, dass die Steaks zu Schuhsohlen schrumpfen und die Tomaten keinen Geschmack haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Katzenjammer \u00fcber falsche Bio-Eier, spezielle Lasagnef\u00fcllungen und das immer wiederkehrende Geschrei \u00fcber Gammelfleisch, Gurken-Sprossen-Viren, Rinderwahnsinn (ach ja, ist ja schon gar lange her und weshalb war das auch schon wieder&#8230;?) wird immer von den Jugendlichen von gestern angestimmt.\u00a0Es ist halt schon ganz sch\u00f6n einfach, auf jemand anders zu zeigen, als sich selbst an der Nase zu nehmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie beim Littering! Ich kenne einige betagtere\u00a0Jugendliche von heute, welche es nicht f\u00fcr n\u00f6tig halten, einen Abfallkorb zu suchen, daf\u00fcr gibt es ja Strassen, Gehweg, Vorg\u00e4rten, Wiesen und Seen. Grunds\u00e4tzlich sch\u00fctzt halt Alter vor Anstand nicht.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #ff0000;\"><em><strong>Die Jugendlichen von heute werden von den Jugendlichen von damals erzogen!<\/strong><\/em><\/span><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jeder will und muss mehr verdienen, gleichzeitig aber sollte das Ganze ja nicht so teuer sein. Der Tamile, die Serbin, die T\u00fcrkin, der Marokkaner in der K\u00fcche, die sollen dann halt etwas weniger verdienen &#8211; ist ja auch keine richtig wichtige Arbeit.\u00a0Und \u00fcberhaupt, ein Handwerker oder Koch, der macht ja bloss eine drei- bis vierj\u00e4hrige Lehre. Das ist doch nicht so viel wert wie das Wissen einer Bankkauffrau. Die\u00a0ist\u00a0im Stress &#8211; muss ja schliesslich Geld verdienen &#8211; hat also erst wieder Zeit, ins Luxusrestaurant essen zu gehen, wenn der Bonus reinkommt (daf\u00fcr rackert sie sich dann ein paar Jahre ab und isst, trinkt und raucht unterwegs).<br \/>\nOK, wenn aus dem Koch etwas Anst\u00e4ndiges wird, dann wird er Sternekoch, macht laferm\u00e4ssig viel Geld und viel Fernsehsendungen, die sich Menschen anschauen, die dazu Chips mampfen, keine Zeit haben und alles zu aufw\u00e4ndig finden, w\u00e4hrenddessen die Kinder die Playstation qu\u00e4len.<\/p>\n<h6><span style=\"color: #ff0000;\">Sollte uns das Essen von heute so viel wert sein wie vor 50 Jahren &#8211;\u00a0dann w\u00fcrde eine Tasse Kaffee in der Schweiz zwischen zw\u00f6lf und sechzehn\u00a0Franken oder neun bis dreizehn Euro kosten.<\/span><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">\nWomit wir dann bei der Gegenstr\u00f6mung angekommen sind:<br \/>\nKaviar &#8211; lacht nicht, ich kenne Menschen, die noch nicht 25 sind und regelm\u00e4ssig welchen &#8222;geniessen&#8220;, GottseiDank gibt es sprudeligen Rebensaft zum Runtersp\u00fclen; Kaffee superdeluxe, Frischk\u00e4se aus Hinterindien, Wurst vom Rio Urubamba, Fr\u00fcchte aus der westlichen Arktis und Exotenfleisch.\u00a0Weshalb wohl haben die &#8222;Luxus-Linien&#8220; der Grossverteiler mit ihren Food-Geschichten mindestens so viel Erfolg wie ihre Billiglinien?\u00a0Plakativ ausgedr\u00fcckt: vielleicht ein Spieglein der Zwei-Klassen-Gesellschaft?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ach, ich k\u00f6nnte jetzt den Faden noch ewig weiterspinnen und vielleicht erkennen, dass die M\u00f6glichkeit, Betty Bossis vorgefertigtes Essen zu geniessen, genau so wichtig f\u00fcr den gestressten Hausmann ist wie die Waschmaschinenerfindung f\u00fcr Tante Trudi vor -zig Jahren.<br \/>\nVielleicht wird man mir vorwerfen, ich sei ein hoffnungsloser Nostalgiker oder wolle die Frauen zur\u00fcck an den Herd schicken. Aber ich, ich hasste den Hauswirtschaftsunterricht von ganzem Herzen, insbesondere mit dem Wissen darum, dass unsere m\u00e4nnlichen Jugendlichen von damals gleichzeitig Medienkunde hatten.\u00a0Will ich, als kinderlose Frau, mir anmassen, M\u00fcttern und V\u00e4tern, den gestrigen wie den heutigen und allen dazwischen, vorzuschreiben, wie sie sich zu organisieren haben?\u00a0Oder bloss mal \u00fcber die Entwicklung unserer Gesellschaft nachdenken?<\/p>\n<h6><span style=\"color: #ff0000;\"><em><strong>&#8222;Wenn wir wieder mehr an den Familientisch zur\u00fcckkehren w\u00fcrden, h\u00e4tten wir auf dieser Welt wohl einige Problem weniger!&#8220;<\/strong><\/em><\/span><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">meinte ein Sterne- und Naturkoch bei meiner Ausbildung zur <a title=\"Cocolino\" href=\"www.cocolino.ch\" target=\"_blank\">Cocolino<\/a>-Fachberaterin. Das polarisierte und l\u00f6ste einige Diskussionen aus &#8211; an einem Mittagstisch!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was, wenn wir alle uns wieder mehr Zeit f\u00fcr gemeinsames Kochen und Essen nehmen k\u00f6nnten?<br \/>\n&#8222;I have a dream&#8220;, meinte ein grosser Mensch vor 50 Jahren.<br \/>\nIch bin nicht gross, aber auch ich habe einen Traum, jetzt:<br \/>\nIch tr\u00e4ume von einer Welt, in der gleichberechtigte Partner f\u00fcr Kinder, Eltern, Freunde, Nachbarn kochen. Und alle miteinander kochen, essen und geniessen. Und diskutieren, schweigen, trinken, sich freuen und streiten, um sich anschliessend wieder zu vers\u00f6hnen, bei\u00a0Tisch!\u00a0Dass sich die Welt nicht immer nur zum Bankett trifft, wenn mehr oder weniger erfolgreich Verhandlungen und Vertr\u00e4ge abgeschlossen wurden, sondern vor und w\u00e4hrend der Verhandlungen gemeinsam gegessen wird. Weil die Kultur des Essens doch so viel \u00fcber den Partner aufzeigt. Vielleicht verstehe ich ihn dann ein klein wenig besser.<br \/>\nZusammen kochen l\u00e4sst wundervolle Gespr\u00e4che fliessen, Gemeinsamkeiten, Trennendes und Neues entdecken, neue Chancen erkennen.\u00a0Ich stelle mir vor, wie \u00fcber Angebranntes und nicht so Gelungenes geflucht, gestritten und wieder gelacht wird, um es gemeinsam nochmals anzugehen.\u00a0Ich stelle mir vor, wie wir voneinander lernen k\u00f6nnen &#8211; in jeder Hinsicht!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich tr\u00e4ume von Restaurants, in denen den Kindern kein Goofy-, Ninja- oder Hello Kitty- sondern ein &#8222;Kleiner Gourmet&#8220;-Teller angeboten wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich tr\u00e4ume von M\u00e4rkten, die nicht nur am Samstag stattfinden; von Produzenten, die stolz sind auf ihre Produkte, sie selber essen und dem Kunden den einen oder anderen Tipp mitgeben.<br \/>\nIch tr\u00e4ume davon, dass BIO weder ein Label ist, noch zum Schimpfwort mutiert; dass es ganz einfach normal, allt\u00e4glich und selbstverst\u00e4ndlich ist.<br \/>\nIch tr\u00e4ume von gl\u00fccklichem Feder- und Rindvieh; von Milch, die den Geschmack der Wiese in sich tr\u00e4gt und von Wildkr\u00e4utern und -fr\u00fcchten, die noch zu entdecken und geniessen sind; von Pilzen, deren Nachname nicht Tschernobyl ist und von Wasser, das schmeckt wie unser Quellwasser hinter dem Haus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich tr\u00e4ume von Wohnungen und H\u00e4usern, die ein Zuhause sind, in dem gemeinsam geplant, gekocht und gegessen wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Architekten dieser Welt, plant wieder richtig sch\u00f6ne grosse Wohnk\u00fcchen, mit Arbeitsfl\u00e4chen die ihren Namen verdienen!<br \/>\nDesigner dieser Welt, entwickelt nicht Klapptische sondern richtig tolle, grosse und sch\u00f6ne Tische zum Essen und Geniessen, ja, zum Leben!<br \/>\nEltern dieser Welt, entdeckt gemeinsam mit Euren Kindern das Wunder des Kochens, der Gew\u00fcrze und der Sonntagsspaziergang durch Wald und Wiese wird zur Shoppingtour der dritten Art.<br \/>\nK\u00f6che dieser Welt, zeigt was ihr k\u00f6nnt und f\u00fchrt Eure G\u00e4ste in Euer Reich, sie bleiben nicht weg, weil sie wissen wie&#8217;s geht &#8211; sie kommen wieder um Eure Perfektion zu geniessen!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Food-Blogger dieser Welt, h\u00f6rt nicht auf zu schreiben, zu fotografieren, zu pr\u00f6beln, zu entdecken, Euch zu \u00e4rgern und zu freuen. Das ist, wie so oft, das Fleur de Sel dieser Weltsuppe!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Danke an Claudio von die <a title=\"Anonyme K\u00f6che\" href=\"http:\/\/www.anonymekoeche.net\/\" target=\"_blank\">Anonymen K\u00f6che<\/a> f\u00fcr den Gedankenanstoss!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Pl\u00e4doyer f\u00fcr gemeinsames Essen und Geniessen&#8220; Claudio hat einen Blog-Eintrag verfasst, der bei mir geradezu eine Explosion von Gedanken ausgel\u00f6st hat. Seinen Kommentar-Briefkasten wollte ich nicht sprengen, aber Luft muss ich mir wirklich mal machen. Zumal\u00a0einmal mehr\u00a0der Ausdruck &#8222;Jugend von heute&#8220; im Raum stand. Ja, ja, die Jugend von heute (waren wir auch mal!)&#8230; F\u00fcr uns fand anno 1975 in Bern eine kleine Revolution statt, als wir, gen\u00fcsslich an einer Brat-wurst kauend,\u00a0w\u00e4hrend des Abendverkaufs durch die Stadt schlenderten. 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