{"id":464,"date":"2009-01-06T23:00:25","date_gmt":"2009-01-06T21:00:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kraeutersturm.ch\/wordpress\/blog-event-make-your-own-king-cake\/"},"modified":"2016-09-04T18:21:22","modified_gmt":"2016-09-04T16:21:22","slug":"blog-event-make-your-own-king-cake","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kraeutersturm.ch\/wordpress\/blog-event-make-your-own-king-cake\/","title":{"rendered":"Blog Event: Make your own King Cake"},"content":{"rendered":"<p><a title=\"King Cake 2009\" href=\"http:\/\/www.kochtopf.me\/stories\/invitation-make-your-own-king-cake\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" src=\"http:\/\/www.kochtopf.me\/wp-content\/uploads\/2008\/12\/3138026418_8ddf457313_o.jpg\" alt=\"King Cake 2009\" width=\"130\" height=\"250\" \/><\/a><\/p>\n<p>Drei-K\u00f6nigs-Tag und Zorra hat zum eigenen K\u00f6nigskuchenbacken aufgerufen!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Na, da bin ich aber hin- und hergerissen:\u00a0Soll ich das klassische s\u00fcsse Hefeding machen, das seit Samstag als K\u00f6nigskuchen in allen L\u00e4den erh\u00e4ltlich ist (ehrlich gesagt: weshalb esse ich einen K\u00f6nigskuchen vor dem Dreik\u00f6nigstag?) &#8211; Aber da gibt es <a href=\"http:\/\/peho.typepad.com\/chili_und_ciabatta\/2009\/01\/schweizer-dreik%C3%B6nigskuchen-swiss-kings-cake.html\" target=\"_blank\">Kuchenb\u00e4ckerInnen<\/a>, die das wundersch\u00f6n und gut beherrschen! Also da kann ich gar nicht mithalten. Abgehakt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Oder vielleicht die franz\u00f6sische Galette Royale, die ich w\u00e4hrend meiner Institutszeit in Genf genossen habe? Ein k\u00f6stlich&#8216; Ding, das mit einer Frangipane-F\u00fcllung versehen ist, die unsere K\u00f6chin so meisterlich beherrschte. Keine Chance &#8211; ich will mir die Erinnerung daran nicht versalzen&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ah, da w\u00e4re nat\u00fcrlich die Taill\u00e9 lev\u00e9, die meine Grossmutter, die aus dem Waadtland stammt jeweils gebacken hat. Dieses wundervolle Geb\u00e4ck in einer s\u00fcssen Version, versehen mit einer Bohne als K\u00f6nig. &#8211; Meine Lieblingsvariante, die Taill\u00e9 lev\u00e9 aux greubons (mit Grieben), die in der Waadt als Ap\u00e9rogeb\u00e4ck gereicht wird, eignet sich logischerweise nicht. Aber da muss ich doch zum Telefon greifen und noch kurz Hektik ausbrechen lassen. Meine Mutter scannt das Rezept ein und schickt es mir prompt! St\u00f6hn, geht nicht, denn diesen Teig muss frau \u00fcber Nacht gehen lassen &#8211; Echter Zeitmangel!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Tja, da w\u00e4re dann noch die Fribourger Variante, n\u00e4mlich eine Cuchaule. Dieses Hefegeb\u00e4ck mit Safran oder Zitrone wird im Sp\u00e4therbst h\u00e4ufig zum Erntedank gereicht und vorwiegend mit Butter und der unvergleichlichen <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Chilbisenf\" target=\"_blank\">Moutarde de B\u00e9nichon<\/a> gegessen. Eine liebe Freundin, die aus dem Uechtland stammt, hat mir das Rezept verraten. Die Tradition will es, dass die Cuchaule am Dreik\u00f6nigstag zum allerletzten Mal gegessen wird. Dann kommt n\u00e4mlich nicht nur Safran (&#8222;macht den Kuchen gel&#8220;), mehr Zucker und etwas abgeriebene Orangenschale in den Teig, nein, auch die F\u00e8ve, also eine getrocknete Favabohne, wird als Jesuskind versteckt. Die Cuchaule selber wird mit Hagelzucker und\/oder Mandeln verziert. Vorher gibt es nur die einfache, streichelglatte Brotvariante, die einen dunkel-dunkelbraun gl\u00e4nzende Oberfl\u00e4che hat &#8211; erst ist man ein wenig irritiert, aber dann kommt die Offenbarung!<br \/>\nGesagt, getan; einfach einen eigentlich normalen Hefeteig herstellen, dazu k\u00f6nigliche Zutaten, dekorieren und&#8230;<\/p>\n<div id=\"attachment_1130\" style=\"width: 610px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1130\" class=\"size-full wp-image-1130\" src=\"https:\/\/www.kraeutersturm.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/01\/cuchaule-vorher.jpg\" alt=\"Vorher...\" width=\"600\" height=\"450\" srcset=\"https:\/\/www.kraeutersturm.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/01\/cuchaule-vorher.jpg 600w, https:\/\/www.kraeutersturm.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/01\/cuchaule-vorher-220x165.jpg 220w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><p id=\"caption-attachment-1130\" class=\"wp-caption-text\">Vorher&#8230;<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auftritt des G\u00f6ttergatten:\u00a0&#8222;Du hast Dir doch sicher gemerkt, wo die Bohne steckt und irgend ein Zeichen angebracht, oder?&#8220;\u00a0Also, ich darf auf keinen Fall K\u00f6nig werden &#8211; sonst sieht es nach Schiebung aus&#8230;<\/p>\n<div id=\"attachment_1128\" style=\"width: 610px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1128\" class=\"size-full wp-image-1128\" src=\"https:\/\/www.kraeutersturm.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/01\/cuchaule-nachher.jpg\" alt=\"...nachher\" width=\"600\" height=\"450\" srcset=\"https:\/\/www.kraeutersturm.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/01\/cuchaule-nachher.jpg 600w, https:\/\/www.kraeutersturm.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/01\/cuchaule-nachher-220x165.jpg 220w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><p id=\"caption-attachment-1128\" class=\"wp-caption-text\">&#8230;nachher<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kurz nach Mitternacht ist die Cuchaule fertig und darf ausk\u00fchlen. Und dann, morgens um sieben ist die Welt ja bekanntlich noch in Ordnung, darf der G\u00f6ttergatte\u00a0endlich das grosse Kuchenmesser beh\u00e4ndigen und&#8230;<\/p>\n<div id=\"attachment_1129\" style=\"width: 610px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1129\" class=\"size-large wp-image-1129\" src=\"https:\/\/www.kraeutersturm.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/01\/cuchaule-schnitt-600x800.jpg\" alt=\"Noch ist kein K\u00f6nig erk\u00fcrt\" width=\"600\" height=\"800\" srcset=\"https:\/\/www.kraeutersturm.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/01\/cuchaule-schnitt.jpg 600w, https:\/\/www.kraeutersturm.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/01\/cuchaule-schnitt-165x220.jpg 165w, https:\/\/www.kraeutersturm.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/01\/cuchaule-schnitt-480x640.jpg 480w, https:\/\/www.kraeutersturm.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/01\/cuchaule-schnitt-420x560.jpg 420w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><p id=\"caption-attachment-1129\" class=\"wp-caption-text\">Noch ist kein K\u00f6nig erk\u00fcrt<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">So ein intensiver, warmer, leicht s\u00fcsslicher Duft! Die Krume ist gelb-goldig-s\u00fcss und die leichte Herbe der braungoldenen Kruste &#8211; alles passt einfach k\u00f6niglich zu einer heissen Tasse Kakao oder dem feinen Fr\u00fchst\u00fcckstee. Mit etwas Butter bestreichen und dann etwas Moutarde de B\u00e9nichon oder feinste Konfit\u00fcre aus <a href=\"http:\/\/peho.typepad.com\/chili_und_ciabatta\/2007\/08\/tessiner-traube.html\">Petras Fundus<\/a>&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Eigentlich m\u00fcssen K\u00f6nige heute ja gar nicht arbeiten gehen, oder?&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Also, rasch noch ein zweites St\u00fcck ergattern und hoffen, dass die Fava-Bohne&#8230;. Nein, wieder nicht &#8211; also doch zur Arbeit!\u00a0Und was geschieht? W\u00e4hrend die Holde sich im Tale abrackert, s\u00e4belt sich der Held auf dem Berge Scheibe um Scheibe ab. Und triumphiert h\u00e4misch mit der Bohne zwischen den Fingern, als sich die beste Ehefrau von allen wieder in der ehelichen K\u00fcche zeigt: &#8222;\u00c4hm, das ist doch so, wer die Bohne hat, darf heute K\u00f6nig sein und alles muss gemacht werden, wie er es w\u00fcnscht, gell!?&#8220; *Grummel* &#8222;Tja, dann w\u00fcnsche ich mir heute abend&#8230;&#8220;<\/p>\n<p>========== REZKONV-Rezept &#8211; RezkonvSuite v1.4<\/p>\n<p>Titel: \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0<strong>Dreik\u00f6nigs-Cuchaule<\/strong><br \/>\nKategorien: Fribourg, 3-K\u00f6nige, Backen, S\u00fcss<br \/>\nMenge: \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a01-2 Stk<\/p>\n<p>600 Gramm \u00a0 Mehl, feingesiebt<br \/>\n120 \u00a0Gramm \u00a0 Zucker<br \/>\n1 \u00a0 \u00a0 \u00a0Teel. \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0Salz<br \/>\n1\/2-1 Briefchen Safran (je nach Gusto und Geldbeutel)<br \/>\n1\/2 Orange, \u00a0 Schale<br \/>\n15 Gramm \u00a0 \u00a0 Hefe<br \/>\n300 ml \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0Milch, lauwarm<br \/>\nButter f\u00fcr die Form<br \/>\n1 Eigelb, verquirlt<br \/>\n20 ml \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 Kaffeerahm<br \/>\nEtwas Zucker<br \/>\n1 Saubohne \/ Favabohne oder auch eine ganze Mandel<br \/>\nEtwas Kaffeerahm zum Bestreichen<br \/>\nHagelzucker nach Gusto f\u00fcr die Dekoration<br \/>\nGanze Mandeln nach Gusto f\u00fcr die Dekoration<\/p>\n<p>============================ QUELLE ============================<br \/>\nMicheline Aubry, Familienrezept<br \/>\n&#8212; Erfasst *RK* 06.01.2009 von<br \/>\n&#8212; Marie-Isabelle Bill<\/p>\n<p>In einer Sch\u00fcssel Mehl, Zucker, Salz, Safran und Orangenschale gut\u00a0vermischen. Einen Ring formen und die fl\u00fcssige Hefe mit der\u00a0lauwarmen Milch zusammen gut verr\u00fchren. Das Mehl von der Mitte aus\u00a0mit der Fl\u00fcssigkeit verr\u00fchren. Einen Vorteig, der mit Mehl gedeckt\u00a0ist, zubereiten.<\/p>\n<p>Nach 20-30 Min (es muss blubbern), den Teig fertig anr\u00fchren, gut\u00a0kneten, bis ein weicher geschmeidiger Teig entsteht. Zugedeckt an\u00a0einem warmen Ort um das Doppelte aufgehen lassen.<\/p>\n<p>Sobald der Teig aufgegangen ist, aus der Sch\u00fcssel st\u00fcrzen, die Bohne\u00a0in den Teig stecken und gut verkneten. Jetzt in die Mitte des\u00a0&#8222;Fladens&#8220; ein Loch machen (\u00e4hnlich vorgehen wie bei einem Bagel). In\u00a0das Loch eine Blument\u00f6pfchen, eine Tasse oder eine entsprechende<br \/>\nofenfeste Form stellen, damit der Teig nicht wieder zusammenl\u00e4uft.\u00a0(Nicht vergessen zu fetten oder mit einem Backpapier zu\u00a0&#8222;manschetteln&#8220;!).<\/p>\n<p>Das Eigelb mit dem Kaffeerahm verquirlen und eine kr\u00e4ftige Prise\u00a0Zucker zugeben. Nun die Cuchaule auf ein Blech setzen und mit den\u00a0Fingern rundherum als Verzierung den Teig &#8222;klemmen&#8220;. Mit Eigelb-Rahmmischung bestreichen und ca 45-60 Min k\u00fchl ruhen lassen.<\/p>\n<p>Backofen auf 200 Grad vorheizen. Teig nochmals bestreichen, mit\u00a0gesch\u00e4lten Mandeln und\/oder mit Hagelzucker bestreuen. 30-35 Min\u00a0backen.<\/p>\n<p>Klopftest machen, heiss nochmals mit etwas Kaffeerahm bestreichen\u00a0und mit Hagelzucker bestreuen. Abk\u00fchlen lassen. Geniessen!<\/p>\n<p>Dazu passt heisser Kakao, feiner Schwarztee &#8211; evtl. auch Latte\u00a0Macchiato&#8230;<\/p>\n<p>BILLI: Wunderbar luftig, aromatisch, s\u00fcsslich &#8211; K\u00d6STLICH! Schmeckt\u00a0hervorragend mit Butter und Moutarde de B\u00e9nichon oder feiner\u00a0Konfit\u00fcre.<\/p>\n<p>Achtung, der Teig wird sehr dunkel &#8211; nicht erschrecken, er ist nicht\u00a0verbrannt!<\/p>\n<p>Die Cuchaule kann auch in einer Springform oder einer Gugelhopfform\u00a0zubereitet werden. Allerdings bleibt die ersterw\u00e4hnte Variante die\u00a0originale. An den anderen Tagen (ausser Dreik\u00f6nig) werden in der\u00a0Regel zwei runde, eher flache Brote geformt.<\/p>\n<p>=====<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Drei-K\u00f6nigs-Tag und Zorra hat zum eigenen K\u00f6nigskuchenbacken aufgerufen! Na, da bin ich aber hin- und hergerissen:\u00a0Soll ich das klassische s\u00fcsse Hefeding machen, das seit Samstag als K\u00f6nigskuchen in allen L\u00e4den erh\u00e4ltlich ist (ehrlich gesagt: weshalb esse ich einen K\u00f6nigskuchen vor dem Dreik\u00f6nigstag?) &#8211; Aber da gibt es Kuchenb\u00e4ckerInnen, die das wundersch\u00f6n und gut beherrschen! Also da kann ich gar nicht mithalten. Abgehakt. &nbsp; Oder vielleicht die franz\u00f6sische Galette Royale, die ich w\u00e4hrend meiner Institutszeit in Genf genossen habe? Ein k\u00f6stlich&#8216; Ding, das mit einer Frangipane-F\u00fcllung versehen ist, die unsere K\u00f6chin so meisterlich beherrschte. Keine Chance &#8211; ich will mir die Erinnerung daran nicht versalzen&#8230; Ah, da w\u00e4re nat\u00fcrlich die Taill\u00e9 lev\u00e9, die meine Grossmutter, die aus dem Waadtland stammt jeweils gebacken hat. Dieses wundervolle Geb\u00e4ck in einer s\u00fcssen Version, versehen mit einer Bohne als K\u00f6nig. &#8211; Meine Lieblingsvariante, die Taill\u00e9 lev\u00e9 aux greubons (mit Grieben), die in der Waadt als Ap\u00e9rogeb\u00e4ck gereicht wird, eignet sich logischerweise nicht. Aber da muss ich doch zum Telefon greifen und noch kurz Hektik ausbrechen lassen. 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