{"id":485,"date":"2006-12-20T05:16:00","date_gmt":"2006-12-20T03:16:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kraeutersturm.ch\/wordpress\/von_geistern_sl\/"},"modified":"2016-09-25T17:17:26","modified_gmt":"2016-09-25T15:17:26","slug":"von_geistern_sl","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kraeutersturm.ch\/wordpress\/von_geistern_sl\/","title":{"rendered":"Von Geistern, S\u00f6ldnern und Gabeln"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Der G\u00f6ttergatte und meine Wenigkeit sind momentan\u00a0beruflich sehr engagiert. Deshalb haben wir uns vorgenommen, dass mindestens ein Wochenende pro Monat zwingend nur f\u00fcr uns ganz alleine reserviert bleibt. Ab und zu \u00fcberraschen wir uns gegenseitig mit einem Essen, Ausflug, etc. So bleibt es spannend&#8230;<br \/>\nRen\u00e9 hat mich im November auf ein Schiff der Zugerseeschifffahrt geladen, auf dem es im &#8222;Unterdeck&#8220; zu einer Auff\u00fchrung von Kishons tierisch-menschlicher Satire\u00a0 &#8222;Schwarz auf Weiss&#8220; in zwei Akten kam. <a href=\"http:\/\/www.theatergesellschaft-baar.ch\/\">Hervorragend inszeniert und f\u00fcr ein Laientheater sehr gut gespielt<\/a>. Es war ein Erlebnis!<br \/>\nKulinarisch hingegen waren wir etwas entt\u00e4uscht, sind wir doch normalerweise von der Zugerseegastronomie recht gut versorgt. Aber da gab es ein Buffet von eher m\u00e4ssigen Salaten mit etwas heissem Schinken und anschliessend eine K\u00e4seplatte und etwas Eis. Aber, es ging halt dabei prim\u00e4r\u00a0um&#8217;s Theater.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ren\u00e9s \u00dcberraschung (der jeweilige Partner wird bei solchen Anl\u00e4ssen nur lange im voraus mit ziemlich unvollst\u00e4ndigen Informationen regelrecht hingehalten&#8230;) hatte mich doch beeindruckt und der Ehrgeiz, ihn zu \u00fcbertrumpfen setzte sich bei mir durch. Der gl\u00fcckliche Zufall wollte es, dass ich letzten Sommer bei der Organisation einer Hochzeit auf ein Restaurant stiess, das soge-nannte &#8222;Ess-Spektakel&#8220; durchf\u00fchrt. In diesen Tagen flatterte dann eine Einladung ins Haus:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.schwyzer-stubli.ch\/\" target=\"_blank\">&#8222;DER STUBLI-GEIST&#8220; &#8211; Ein Schwyzer S\u00f6ldner erz\u00e4hlt aus seinem abenteuerlichen Leben<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die braven Eidgenossen waren ja in ganz Europa bekannt und begehrt als Reisl\u00e4ufer und S\u00f6ldner.\u00a0Die letzte &#8222;S\u00f6ldnertruppe&#8220; existiert noch &#8211; in Rom &#8211; seit 500 Jahren, n\u00e4mlich die <a href=\"http:\/\/www.guardiasvizzera.va\/content\/guardiasvizzera\/de.html\" target=\"_blank\">P\u00e4pstliche Schweizergarde im Vatikan<\/a>.<br \/>\nSo erz\u00e4hlt also der Stubligeist von seinen Abenteuern; drei Mal kehrt er ein, zwischen den einzelnen G\u00e4ngen eines exquisiten Mahles. Er wirkt leicht zerzaust, sein zerschlissener Wams tr\u00e4gt nicht gerade zur Eleganz bei und sein Auftreten ist halt\u00a0landsknechtm\u00e4ssig. Tja, wenn man halt so gern dem geistigen Wasser zuspricht&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir\u00a0haben Gl\u00fcck, sitzen unmittelbar vor dem antiken Kachelofen, bei dem sich der Geist jeweils w\u00e4rmt und seine Geschichten erz\u00e4hlt. Eine handelt sogar davon, dass der &#8222;Sch\u00f6n Joh\u00e4ni&#8220; &#8211; der sch\u00f6ne Johannes &#8211; jeweils auf Ren\u00e9s Stuhl sitzt und sich ins Elend trinkt, keiner wolle an solchen Tagen auf diesen Stuhl sitzen! Was habe ich doch f\u00fcr einen mutigen Mann ;-))<br \/>\n\u00dcbrigens, der &#8222;Sch\u00f6n Joh\u00e4ni&#8220; hat nur noch ein Ohr, ein Auge und hinkt, aber die V\u00f6lkerschlacht hat er \u00fcberlebt!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-917\" src=\"https:\/\/www.kraeutersturm.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2006\/12\/stubligeist-061208-600x800.jpg\" alt=\"Stubligeist 1_2006\" width=\"500\" height=\"667\" srcset=\"https:\/\/www.kraeutersturm.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2006\/12\/stubligeist-061208-600x800.jpg 600w, https:\/\/www.kraeutersturm.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2006\/12\/stubligeist-061208-165x220.jpg 165w, https:\/\/www.kraeutersturm.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2006\/12\/stubligeist-061208-480x640.jpg 480w, https:\/\/www.kraeutersturm.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2006\/12\/stubligeist-061208-768x1024.jpg 768w, https:\/\/www.kraeutersturm.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2006\/12\/stubligeist-061208-420x560.jpg 420w, https:\/\/www.kraeutersturm.ch\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2006\/12\/stubligeist-061208.jpg 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Viel zu erz\u00e4hlen hat der Stubli-Geist. Von seinem Liebchen, das nach Spanien &#8222;verkauft&#8220; worden ist; von der Beulenpest und dem Schwyzer Dorfbrand; von den hohen Herren; dem gesegneten Einsiedler-Wasser, das schlicht gegen und f\u00fcr alles hilft und von den Saufeskapaden in den Diensten der Savoyer. Eigentlich k\u00f6nnte man ihm noch lange zuh\u00f6ren, aber eben, das Men\u00fc hat ein Ende und pl\u00f6tzlich ist es wieder das &#8222;hochheiligi Johr anno Domini 2006, gopferteckel!&#8220; um mit des Geistes Worten zu sprechen. Der uns \u00fcbrigens ganz am Anfang gefragt hat, ob wir nichts besseres zu tun h\u00e4tten, als hier in der Wirtschaft rumzusitzen!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch\u00a0am Tisch gilt \u00fcbrigens das Regime des 17.\/18. Jahrhunderts: Es gibt eine klare Tisch-ordnung und klar ist auch, wie zu essen ist: n\u00e4mlich mit der zweizinkigen Gabel!<br \/>\nZwischen den Geistes-Erscheinungen zaubert K\u00fcchenchef Hanspeter\u00a0Hurter passende K\u00f6stlichkeiten auf unsere Teller. Das Men\u00fc setzte sich zusammen aus<\/p>\n<p><strong>&#8211; Franz\u00f6sischer\u00a0Hofstaat-Lammterrine<\/strong><br \/>\n<strong>&#8211; Schaums\u00fcppchen vom Einsiedler Klosterw\u00fcrzwein<\/strong><br \/>\n<strong>&#8211; Saurer Rindermocken mit Gummel-Stungis\u00a0<\/strong><br \/>\n<strong>&#8211; Schwyzer-Garde Schoggi-Turm.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Alles schmeckt wunderbar, fein und wirkte echt, war gut gew\u00fcrzt und liebevoll pr\u00e4sentiert.<br \/>\nF\u00fcrwahr, ein Ess-Spektakel erster Klasse!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Gasthaus\u00a0<a href=\"http:\/\/www.schwyzer-stubli.ch\/\" target=\"_blank\">\u00a0Schwyzer Stubli in Schwyz<\/a> ist der Tipp f\u00fcr Besucher des historischen Ortes.\u00a0Ein lauschiger Garten, ein gem\u00fctlicher Weinkeller, ein historisches St\u00fcbli &#8211; das alles vereint das Gasthaus in einem denkmalgesch\u00fctzten Geb\u00e4ude aus der Mitte des 17. Jahrhundert.\u00a0\u00abStilgerechter Ausbau, origineller, k\u00fcnstlerischer Schmuck, bilden schon an und f\u00fcr sich eine Sehensw\u00fcrdigkeit von Schwyz.\u00bb So wurde das Lokal bereits 1904 angepriesen. Das historische St\u00fcbli ist eine Augenweide und ein Besuch wert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p><strong>Gasthaus Schwyzer-Stubli \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 <\/strong>+41 (0)41 811 10 66<br \/>\nRiedstrasse 3,\u00a06430 Schwyz \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0info@schwyzer-stubli.ch<br \/>\n<b><br \/>\n<\/b>Dienstag bis Freitag \u00a0\u00a011\u201314\/18\u201324 Uhr<br \/>\nSamstag \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a018\u201324 Uhr<\/p>\n<p><em>Nachtrag 2011:<\/em> Der K\u00fcchenchef Hanspeter Hurter arbeitet nicht mehr im Gasthaus Schwyzer Stubli. Die K\u00fcche ist jedoch nach wie vor sehr empfehlenswert und innovativ.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der G\u00f6ttergatte und meine Wenigkeit sind momentan\u00a0beruflich sehr engagiert. Deshalb haben wir uns vorgenommen, dass mindestens ein Wochenende pro Monat zwingend nur f\u00fcr uns ganz alleine reserviert bleibt. Ab und zu \u00fcberraschen wir uns gegenseitig mit einem Essen, Ausflug, etc. So bleibt es spannend&#8230; Ren\u00e9 hat mich im November auf ein Schiff der Zugerseeschifffahrt geladen, auf dem es im &#8222;Unterdeck&#8220; zu einer Auff\u00fchrung von Kishons tierisch-menschlicher Satire\u00a0 &#8222;Schwarz auf Weiss&#8220; in zwei Akten kam. Hervorragend inszeniert und f\u00fcr ein Laientheater sehr gut gespielt. Es war ein Erlebnis! Kulinarisch hingegen waren wir etwas entt\u00e4uscht, sind wir doch normalerweise von der Zugerseegastronomie recht gut versorgt. Aber da gab es ein Buffet von eher m\u00e4ssigen Salaten mit etwas heissem Schinken und anschliessend eine K\u00e4seplatte und etwas Eis. Aber, es ging halt dabei prim\u00e4r\u00a0um&#8217;s Theater. Ren\u00e9s \u00dcberraschung (der jeweilige Partner wird bei solchen Anl\u00e4ssen nur lange im voraus mit ziemlich unvollst\u00e4ndigen Informationen regelrecht hingehalten&#8230;) hatte mich doch beeindruckt und der Ehrgeiz, ihn zu \u00fcbertrumpfen setzte sich bei mir durch. 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